Über uns

ein echter Kasseläner, geboren am 20. November 1940 im Westring. Im Jahre 1943 in das kleine Dorf Moischt bei Marburg, wegen der Bombenangriffe auf Kassel, evakuiert. Schon kurz nach Kriegsende, im Jahre 1945 nach Oberelsungen bei Zierenberg verzogen. Im Jahre 1947 war mein Wohnort wieder Kassel. Diesmal in der Schönfelderstraße 5 - 7. In einem alten Fachwerkhaus auf dem damaligen Opelgelände, hatten meine Eltern eine neue Bleibe gefunden.
Mein Vater arbeitete in dieser Firma. Zur Schule ging ich in die Gräfestraße.
In 1956 begann ich eine Lehre als Autolackierer. Die Lehre war natürlich auch bei Opel.
1961 wurde ich als Wehrpflichtiger zur Luftwaffe eingezogen. Zuerst nach Stade bei Hamburg. Anschließend wurde ich nach Goslar zu einer Luftraumbeobachtungs- Einheit versetzt, die aber auch zur Grenzüberwachung eingesetzt wurde. Durch den Mauerbau im Jahre 1961, war unsere Einheit im ständigem Einsatz. So war ich 4 Monate direkt an der Grenze bei Jerxheim in der Nähe von Braunschweig, auf dem Flugplatz Köln – Nörvenich und in der Radaranlage Auenhausen eingesetzt. Meine Wehrpflichtzeit wurde, wegen der Ereignisse in 1961, um ein viertel Jahr verlängert. Anschließend war ich wieder bei der Firma Opel beschäftigt.

1965 war ein ereignisreiches Jahr für mich : Hochzeit, Meisterprüfung und Geburt unserer Tochter. Die Kindheit unserer Tochter musste natürlich auf Film gebannt werden und so begann ich mit einer alten Doppel – Acht Kamera die ersten Filme zu erstellen. Ich meldete mich zu einem Filmkurs in der Kasseler Volkshochschule an.

Nach dem Kurs blieb ich und viele meiner noch heutigen Videofreunden in der Filmwerkstatt Kassel. Ein Club der sich in der VH gebildet hatte. Hier habe ich viel gelernt. Wir haben gemeinsame Filmseminare veranstaltet, sind zu Wettbewerben gefahren und vieles mehr. Der Leiter war Hans-Werner Kleff. Er ist leider sehr früh verstorben und der Club in der Volkshochschule löste sich auf. Aber noch heute treffen sich ehemalige Mitglieder unter dem Namen Filmwerkstatt Kassel bei einem Mitglied zu Hause.

Ich habe dann ohne mich an einen Club zu binden als Einzelkämpfer weitergefilmt. Doch Anfang der 90er Jahre bin ich dann wieder in einen Videoclub eingetreten. Der Bundesbahner BSW Videoclub veranstaltete einen Tag der offenen Tür. Bei meinem Besuch auf diesem, habe ich viele alte Bekannte, die dort Mitglied waren getroffen. Dort wurde ich dann mehrere Jahre Mitglied. Zuerst waren die Clubräume im alten Hauptbahnhof in Kellerräumen, die wir in Eigenarbeit mühevoll herrichteten. Als alles fertig war, änderte die Bundesbahn ihr Konzept. Aus dem Hauptbahnhof, wurde der Kulturbahnhof. Da wir unsere Räume unter dem heutigen Restaurant Gleis 1 hatten und nun nicht mehr zu unseren Clubräumen gelangten zogen wir in Räume der ehemaligen Bundesbahndirektion, in der Kölnischen Str. Zum alten Hauptbahnhof ist noch zu sagen : Jahrelang wurde dort nichts renoviert. Teilweise waren die Anstriche noch aus den 50er Jahren. Nach der Privatisierung der Bahn ist dort komplett alles Renoviert worden. Alles aufs Feinste. Dann wurde daraus der Kulturbahnhof und das eben neu erstellte, wurde kaputt geschlagen. Lampen die vor Wochen neu aufgehängt waren, gingen in den Schrott.

In unserem neuem Domizil in der Kölnischen Str., haben wir in Gemeinschaftsarbeit die Räume neu gestaltet und uns ein tolles Studio eingerichtet. Geschnitten wurde noch Analog, also mit Videorecordern. Die Qualität der Filme war durch Kopierverluste noch nicht so, wie wir es gern hätten. Das änderte sich, als das digitale Video auf den Markt kam. Jetzt musste aber ein Computer her. Ich hatte bis dahin noch nie mit einem PC gearbeitet. Im alten Club konnte mir keiner Hilfe geben. Doch dann haben sich einige Filmer, die auch auf digitales Video umgestiegen waren, zusammen getan und neue Räume im Käthe-Richter-Haus erhalten. Die Medienwerkstatt Auefeld war geboren. Dort habe ich meine PC Kenntnisse erweitert . Da die Qualität nun fast im fernsehen Sendereif war, befriedigten uns die Urlaubsfilmchen nicht mehr. Nach über 35 Berufsjahren in der alten Firma und noch 10 Jahre in einer Fritzlarer Firma war ich in den großen Kreis der Rentner eingetreten und ein nützlicher Zeitvertreib musste gefunden werden.
Mit Karl-Heinz zusammen, fingen wir im Jahr 2000 an einen Film über unsere Heimatstadt zu drehen. Der Erfolg war so groß, dass es mittlerweile acht verschiedene Videos geworden sind. Viele Vereine bitten uns, die Filme bei ihnen vorzuführen, was wir auch gern tun. Zum Käthe-Richter-Haus ist noch zu sagen, dass wir natürlich auch für die Bewohner Filme vorführen. Außerdem, übertragen wir Konzerte und Feiern aus dem Speisesaal, für die Personen, die nicht ihr Zimmer verlassen können, per Kabel auf ihr Zimmer. Die Medienwerkstatt hat heute schon drei Gruppen mit ca. 40 Mitgliedern. Die drei Gruppen bieten Abende für unterschiedliche Interessen an und treffen sich im 2 Wochen Rhythmus.